Handschriftensammlung

Handschriftensammlung

Übersicht

Inhalt der Sammlung

Die Handschriftensammlung ist Teil der allgemeinen Geschichte der Nationalbibliothek Luxemburg, die als Nachfolgerin von Sammlungen gilt, die seit der Französischen Revolution im Département des Forêts (1795–1814) aufgebaut wurden.

Der älteste Teil des Bestands umfasst mittelalterliche Handschriften und Fragmente aus dem 7. bis 17. Jahrhundert. Sie stammen vor allem aus den Abteien Echternach und Orval sowie aus Einrichtungen in der Stadt Luxemburg (Jesuiten, Recollecten, Dominikaner).

Im Laufe der Zeit wurden diesen frühen Beständen jüngere Handschriften hinzugefügt. Mehr als 500 Signaturen decken den Zeitraum von dem zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert ab. Sie stammen aus Erwerbungen, Schenkungen oder Deposita. Die Sammlung spiegelt somit sowohl die Kulturgeschichte Luxemburgs seit dem Ancien Régime als auch die Überlieferungs- und Sammlungspraxis einer kulturhistorischen Bibliothek wider.

Recherche und Konsultation

Beschreibende Kataloge

Die Referenzressourcen variieren je nach Herkunft und Zeitraum der jeweiligen Handschrift.

  • Handschriften der Abtei Echternach (vor 1629): Es wird empfohlen, zunächst den gedruckten Katalog Die Echternacher Handschriften bis zum Jahr 1628 (2 Bände) zu konsultieren. Für Listen und Kataloge, die etwa zwischen 1799 und 1894 erstellt wurden, verweisen wir auf die Seiten 94 bis 104 des ersten Teils dieses Katalogs.
  • Handschriften der Abtei Orval (vor 1629): Der Katalog Die Orvaler Handschriften bis zum Jahr 1628 (2 Bände) steht zur Verfügung.
  • Mittelalterliche Handschriften anderer Herkunft: Ein dritter Katalog wird derzeit erarbeitet. Das Projekt zur Beschreibung der Handschriften begann in Frankfurt an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und wird nun in Luxemburg fortgeführt.
  • Nachmittelalterliche Handschriften (1629–1799): Ein Teil ist im Online-Katalog a-z.lu zugänglich, für ausgewählte Dokumente auch mit vollständigen Digitalisaten. Der Catalogue descriptif des manuscrits von van Werveke bleibt ein Referenzwerk für noch nicht in a-z.lu verzeichnete Bestände.
  • Handschriften von 1800 bis zum 20. Jahrhundert: Für diese Dokumente wenden Sie sich bitte an den luxemburgischen Bestand.

Zugangsbedingungen

Seltene und wertvolle Dokumente, darunter Handschriften, können ausschließlich vor Ort und nach Terminvereinbarung im Rara-Lesesaal Dr. Jean-Claude Loutsch eingesehen werden.

Ein Teil der Handschriften wurde digitalisiert und ist über das Portal eluxemburgensia.lu zugänglich. Eine Einsicht vor Ort für diese Werke ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Digitalisierte Handschriften einsehen

Reprografie

Die Dokumente aus dieser Sammlung dürfen nur von unserem Personal kopiert werden.

Mehr über die Reprografie erfahren

Zum letzten Mal aktualisiert am