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Die PISA-Studie hat deutlich gemacht, dass die Lesekompetenz unserer Schüler:innen zurückgegangen ist. Über die Gründe wird nun, wie nach jedem PISA-Ergebnis, kontrovers diskutiert. Die Antworten werden vielfältig sein. Leider wird derzeit kaum darüber gesprochen, dass Bibliotheken Teil der Lösung sein können.
Es ist an der Zeit, die Schulbibliotheken zu stärken. Jede Schule im Sekundarbereich braucht eine Infrastruktur, die den Anforderungen an eine moderne Bibliothek gerecht wird: mit Plätzen zum alleinigen oder gemeinsamen Arbeiten, mit Räumen für Aktivitäten und Ruhe, mit einem Bereich, der zur Inspiration einlädt, und natürlich mit Möglichkeiten zum Lesen. Neben der Infrastruktur müssen auch die analogen und digitalen Bestände auf die Bedürfnisse junger Leser:innen abgestimmt sein. Ebenso ist es höchste Zeit, den Beruf der Bibliothekar:innen an den Schulen anzuerkennen. Wenn wir die Lesekompetenz tatsächlich verbessern wollen, müssen wir die Bibliotheken in den Schulen besser aufstellen und als Investition in Bildung verstehen.
Auch an die Bedeutung der öffentlichen Bibliotheken ist zu erinnern. Sie spielen bei der Entwicklung einer Lesekultur eine entscheidende Rolle und ergänzen das Angebot der Schulbibliotheken.
Danke an alle, die in Schul- und öffentlichen Bibliotheken arbeiten und sich jeden Tag dafür einsetzen, jungen Menschen die Freude am Lesen zu vermitteln.
Die Nationalbibliothek koordiniert das Bibliotheksnetzwerk in Luxemburg, darunter rund 40 Schulbibliotheken. Ende 2025 haben wir sie eingeladen, mit uns über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. Zum neuen Schuljahr setzen wir nun einen dieser Wünsche um. In einem Pilotprojekt mit 16 Schulbibliotheken führen wir eine automatisierte Anmeldung ein. Schülerinnen und Schüler können sich nun mit wenigen Klicks anmelden. Einfacher geht es kaum. Die BnL und die Schulbibliotheken hoffen, damit den Zugang zu Büchern zu erleichtern.
Viel Freude beim Lesen!
Claude D. Conter,
Direktor der Nationalbibliothek
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