Johny Fritz Luxemburger Komponist, Musiker und Sammler

Typ:
Ausstellung
Ort:
Bibliothèque nationale du Luxembourg 37D Avenue John F. Kennedy , L-1855 Luxembourg
(Salle d'exposition)
Datum:
Vom 12.10.2022
bis 25.03.2023
Sprache(n):
Deutsch

Über die Ausstellung

Flöten, Bücher, Plakate, mittelalterliche Instrumente, Briefe, Bilder – und Mittendrin Johny Fritz (*1944). Was scheinbar dem wahllosen Sammeleifer eines Individuums entspringt, hat Methode. Die persönliche Kollektion von Johny Fritz beleuchtet sein facettenreiches Leben und Wirken: Als Sammler unterhält er eine umfangreiche Instrumentenkollektion, deren Schwerpunkt auf allen Arten von Flöten liegt, aber auch seltene rekonstruierte Mittelalter- und Renaissance- Instrumente umfasst.

Fritz’ Interesse an dem französischen Komponisten Erik Satie (1866-1925) macht den Großteil seiner Sammlertätigkeit aus und äußert sich in einer einzigartigen und sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Satie und dessen sozialen Umfeld. Es entsteht eine Sammlung deren Herzstück persönliche Briefe Saties an seine Freunde Valentine Gross, Jean Wiéner u. a. sind und die nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die rund 35 Werke aus der Feder Fritz’ sind stark an der musikalischen Moderne aus Frankreich orientiert. Sowohl als Komponist, als auch als Musiker und Sammler engagiert Fritz sich bei der LGNM (Lëtzebuerger Gesellschaft fir Nei Musek) und bewegt sich zwischen Mystizismus und experimenteller Musik, zwischen Alt und Neu, und vereint somit scheinbare Gegensätze, die bis in seine pädagogische Haupttätigkeit als Klarinetten- und Blockflötenlehrer hineindringen.

Videopräsentation

Die Kuratoring der Ausstellung Marlène Duhr begleitet Sie in die Welt von Johny Fritz. Nicht nur oberflächlich betrachtet ist seine Sammlung von beeindruckend. In seinem Haus, vom Erdgeschoss bis unters Dach, beherbergt der Komponist und Musiker unzählige Instrumente aus aller Welt, Glasfiguren, Schallplatten und CDs, Bilder, Plakate, Bücher, Einzelblattdrucke, Kompositionen und Briefe.

Alle diese Dokumente zeugen von Fritz’ Sammeleifer, aber auch von einer lebenslangen Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen rund um die Musik.