Fahrbibliotheken aus aller Welt kamen in Luxemburg zusammen

Bicherbus

Am 5. und 6. September 2026 war Luxemburg Gastgeber des Internationalen Kongresses der Fahrbibliotheken. Die Veranstaltung fand in der Nationalbibliothek im Beisein von Kulturminister Eric Thill statt und brachte Fachleute aus mehreren Ländern zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über die Zukunft Fahrbibliotheken nachzudenken.

Der erste Tag stand im Zeichen bewährter Praktiken und der Entwicklungen im Berufsfeld. Die verschiedenen Präsentationen befassten sich mit unterschiedlichen Themen wie der Versorgung ländlicher Gebiete, der Planung von Touren, der Rolle von Fahrbibliotheken in Krisensituationen sowie ihrer sozialen Funktion. Am Nachmittag wurden die Diskussionen über die Fahrbibliothek der Zukunft fortgesetzt, unter anderem anhand von Projekten zur Arbeit vor Ort, zum Konzept der Open Library, zu neuen Technologien und zur Mobilität.

In seiner Begrüßungsrede betonte der Direktor der BnL, Claude D. Conter, dass mobile Bibliotheken auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Die Digitalisierung ermögliche zwar einen unmittelbaren Zugang zu Dokumenten, doch die Fahrbibliothek biete einen Ort der Begegnung und des Austauschs, der auf persönlichem Kontakt beruhe.

In Luxemburg übernimmt insbesondere der Bicherbus der BnL diese Aufgabe. Er fährt 15 wöchentliche Touren und erreicht mehr als 80 Ortschaften im ganzen Land.

Für Michel Molinaro, Leiter des Bicherbus und Initiator des Treffens, war der Kongress vor allem »eine Gelegenheit, Kontakte zwischen Fachleuten zu knüpfen, die mit unterschiedlichen Gegebenheiten konfrontiert sind. Der Austausch, die Begegnungen und das Teilen von Erfahrungen bringen neue Ideen und manchmal sogar neue Projekte hervor«.

Am Sonntag, dem 6. September, empfingen die Fahrbibliotheken das Publikum auf dem Vorplatz der Coque in Luxemburg-Kirchberg.

Während zwei Tagen machte der Kongress eine gemeinsame Überzeugung deutlich, die über die Grenzen hinaus geteilt wird: Eine mobile Bibliothek transportiert nicht einfach nur Bücher. Sie geht auf die Bürger zu und schafft Räume für den Zugang zu Wissen.

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