Die früheste Geometrie dokumentiert anhand von durchlochten Geräten aus Gestein im mitteleuropäischen Neolithikum Dr. André Grisse

Die durchlochten Geräte aus Gestein wie die Äxte, Pickel, Keulen, Hacken, Hauen und Doppelhämmer des späten 6. und des 5. Jahrtausends v. Chr. sind Status- bzw. Machtsymbole, die auf gemeinsame geometrische, mathematische und religiöse Vorstellungen schließen lassen. Im Vortrag werden anhand der neu entwickelten grafischen Radien-Methode (GRM) die Geräte typologisch und kulturell untersucht. Die behandelten Exemplare stammen aus Luxemburg und aus dem mitteleuropäischen Verbreitungsgebiet.

Der Vortrag bezieht sich auf das 2013 erschienene Buch Äxte, Pickel, Keulen, Hacken, Hauen und Doppelhämmer im mitteleuropäischen Neolithikum. Eine Einführung in die Typologie der durchlochten Felsgesteingeräte anhand der grafischen Radien-Methode, Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie, Band 231, Verlag Dr. Rudolf Habelt GmbH, Bonn.

Der Vortrag wird in luxemburgischer Sprache gehalten.

André Grisse hat Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt  sowie Vor-und Frühgeschichte an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken studiert. 1984 hat er das Museum für Vorgeschichte in Echternach gegründet.

Lieu:
Bibliothèque nationale de Luxembourg, Salle des Arts
Dates:
Le 03.03.2014 à 19:00