«Tony Takitani ist ein Einzelgänger. Seine Mutter starb wenige Tage nach seiner Geburt und sein Vater verbrachte mehr Zeit mit seiner Jazzband als mit seinem Sohn. Einsamkeit schien für Tony ein natürlicher Zustand zu sein. Sein Leben verändert sich jedoch grundlegend, als er sich in die attraktive Eiko verliebt, die er wenig später heiratet. Zum ersten Mal erlebt Tony das Glück von Nähe und Geborgenheit.
Dies wird allerdings durch Eikos exzessive Leidenschaft für Designer-Klamotten getrübt. Als sich ein ganzer Raum mit den teuren Kleidungsstücken füllt, bittet Tony seine junge Frau, ihre Einkäufe einzuschränken. Eiko stimmt ihm zu, doch keiner ahnt, welche dramatischen Folgen diese Entscheidung haben wird... Wer die literarische Vorlage und andere Erzählungen Murakamis kennt, weiß, wie filmisch dieser Autor erzählt. Ganz offen gesteht er, der einst an der Filmhochschule studierte, wie sehr er vom Kino beeinflusst ist. Jun Ichikawa gelingt dies in diesem allerersten Versuch, Murakami zu verfilmen, hervorragend. Ein Film, der bezaubert, der wie Tonys Lieblingsmusik, der aus dem Hintergrund erklingende Piano-Jazz, leicht, wie improvisiert wirkt und dabei überaus genau gestaltet ist. Obschon der Regisseur den Erzählton der Vorlage beibehält, und vieles aus dem Off beschrieben wird, ist Tony Takitani ein visueller Film. Nie wird es »literarisch«, es ist immer ganz Kino. Das ist zuallererst einer glänzenden Kamera zu verdanken, die ständig im Bewegung bleibt, den Flow der Existenz und die Unübersichtlichkeit, zugleich die Verlassenheit, die Tony Takitanis Dasein prägen, ins Visuelle fasst.» Réservation en ligne
Dies wird allerdings durch Eikos exzessive Leidenschaft für Designer-Klamotten getrübt. Als sich ein ganzer Raum mit den teuren Kleidungsstücken füllt, bittet Tony seine junge Frau, ihre Einkäufe einzuschränken. Eiko stimmt ihm zu, doch keiner ahnt, welche dramatischen Folgen diese Entscheidung haben wird... Wer die literarische Vorlage und andere Erzählungen Murakamis kennt, weiß, wie filmisch dieser Autor erzählt. Ganz offen gesteht er, der einst an der Filmhochschule studierte, wie sehr er vom Kino beeinflusst ist. Jun Ichikawa gelingt dies in diesem allerersten Versuch, Murakami zu verfilmen, hervorragend. Ein Film, der bezaubert, der wie Tonys Lieblingsmusik, der aus dem Hintergrund erklingende Piano-Jazz, leicht, wie improvisiert wirkt und dabei überaus genau gestaltet ist. Obschon der Regisseur den Erzählton der Vorlage beibehält, und vieles aus dem Off beschrieben wird, ist Tony Takitani ein visueller Film. Nie wird es »literarisch«, es ist immer ganz Kino. Das ist zuallererst einer glänzenden Kamera zu verdanken, die ständig im Bewegung bleibt, den Flow der Existenz und die Unübersichtlichkeit, zugleich die Verlassenheit, die Tony Takitanis Dasein prägen, ins Visuelle fasst.» Réservation en ligne