Benutzungsordnung

1. ZUGANG UND VERHALTEN

1.1. Allgemeine Bestimmungen

Bei der Anmeldung erhält der Nutzer ein vorläufiges Passwort, das er nach Belieben ändern kann. Die Anmeldung, die Nutzung von Dokumenten vor Ort und die Heimausleihe sind kostenlos. Mit der Anmeldung erhält der Nutzer Zugang zu den verschiedenen Dienstleistungen der Nationalbibliothek Luxemburg (Bibliothèque nationale du Luxembourg, BnL). Die Heimausleihe ist Personen vorbehalten, die mindestens 14 Jahre alt sind und in Luxemburg oder den angrenzenden Regionen wohnen.

Nutzer und Besucher müssen sich strikt an die Anweisungen des Personals halten.

Nutzer und Besucher dürfen sich nur in für die Öffentlichkeit vorgesehenen Bereichen aufhalten.

Tiere sind weder im Foyer noch im Lesesaal erlaubt, eine Ausnahme bilden Assistenzhunde. Das Betreten der Bibliothek mit Rollschuhen, Inlineskates oder anderen rollenden Fortbewegungsmitteln ist verboten.

Im Lesesaal muss Ruhe herrschen.

Bei Mobiltelefonen muss die Stummschaltung aktiviert sein. Im Lesesaal stehen Telefonkabinen zur Verfügung.

Im Lesesaal, den Carrels, den Audiokabinen und im Musiksaal ist der Verzehr von Lebensmitteln und Getränken untersagt. Im Bereich des BnL’s Café und im Foyer ist der Verzehr von Lebensmitteln und Getränken erlaubt.

Unangebrachtes Verhalten und die Verwendung einer vulgären Ausdrucksweise sind untersagt. Personen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, ist der Zutritt zum Gebäude untersagt. Außerhalb des BnL’s Café ist der Konsum von Alkohol verboten.

Der Nutzer achtet auf eine Körperhygiene, welche die anderen Nutzer nicht stört.

Es ist verboten, die BnL, ihre Dienstleistungen und ihre Ausrüstung zu anderen Zwecken zu nutzen als zu denjenigen, die ihren Aufgaben und ihrem Auftrag entsprechen.

Die BnL kann Nutzern, die sich nicht an die Benutzerordnung halten, den Leseausweis entziehen. Der Aufenthalt im Lesesaal kann diesen Nutzern verweigert werden.

1.2. Schließfächer

Die Nutzung der Schließfächer ist obligatorisch. Vor dem Betreten des Lesesaals muss der Nutzer seine Tasche und seine Jacke sowie alle sperrigen Gegenstände, darunter insbesondere Motorradhelme, Regenschirme, Computertaschen, Aktenmappen, Trolleys, Reisetaschen, Musikinstrumente, Kinderwagen oder Buggys (ausgenommen Babyschalen) und auch zu hinderliche Kleidung in den Schließfächern einschließen. Die BnL behält sich das Recht vor, jederzeit restriktivere Maßnahmen durch einfache Entscheidung der Direktion einzuführen.

Wenn nicht genügend Schließfächer zur Verfügung stehen, kann eine Ausnahme von den genannten Regeln gemacht werden. Aus Sicherheitsgründen kann verlangt werden, dass der Nutzer eine Tasche, die er mit in den Lesesaal nehmen will, öffnet.

Nach der Schließung der Bibliothek werden alle geschlossenen Schließfächer geleert. Die Mitarbeiter der BnL und das Sicherheitspersonal haften nicht für Gegenstände, die bei der Leerung der Schränke beschädigt werden oder abhandenkommen. Wertsachen, die nach zwei Wochen nicht abgeholt wurden, werden ins Fundbüro der luxemburgischen Polizei gebracht.

Die Nutzer werden gebeten, auf ihre persönlichen Wertsachen (wie Geldbörsen, Laptops, Kursunterlagen, Bücher oder den Leseausweis), die nicht in einem Schließfach verwahrt werden, gut achtzugeben. Die BnL haftet nicht für Diebstähle.

1.3. Carrels, Audiokabinen und Musikraum

Den Nutzern stehen elf Carrels, drei Audiokabinen und ein Musikraum zur Verfügung. Diese Arbeitsbereiche sind während der Öffnungszeiten des Lesesaals geöffnet. Jeder Inhaber eines gültigen Leseausweises kann sie buchen.

Die Carrels sind ausschließlich für Gruppenarbeit vorgesehen. Eine Einzelperson kann kein Carrel nutzen. Damit die Online-Buchung gültig ist, müssen die Zweier- und Vierer-Carrels von mindestens zwei Personen und die Sechser-Carrels von mindestens drei Personen genutzt werden. Aus Sicherheitsgründen und für ein angenehmes Raumklima dürfen sich im Raum höchstens so viele Personen aufhalten, wie Stühle vorhanden sind. Die maximale Personenzahl wird von der BnL im Carrel angezeigt.

Dokumente aus dem Freihandbereich im Lesesaal und Dokumente aus den Magazinen können frei genutzt werden. Davon ausgenommen sind Dokumente, deren Nutzung ausschließlich im Rara-Lesesaal Dr. Jean-Claude Loutsch möglich ist. Die Leser werden gebeten, die Werke nach der Benutzung auf einen Wagen im Lesesaal zu stellen.

Die Audiokabinen sind für die Nutzung von Sprachlehrwerken und Tondokumenten (Musik und Hörbücher) vorgesehen. In ihnen darf sich nur eine Person aufhalten.

Der Musikraum ist für die Durchsicht und das Abspielen von Musikwerken am Klavier vorgesehen. Die Nutzung anderer Musikinstrumente ist verboten. Im Musikraum dürfen sich höchstens zwei Personen aufhalten.

Die Buchung der Arbeitsbereiche erfolgt online über die Website booker.bnl.lu. Eine Buchung kann storniert werden.

Jeder Nutzer kann die Räumlichkeiten für Zeitabschnitte von 30 Minuten buchen:

  • für denselben Tag und bis zu sieben Tage im Voraus
  • für maximal zwei Stunden pro Tag
  • für maximal sechs Stunden pro Woche.

Im Fall einer Verspätung von mehr als 15 Minuten behält sich die BnL das Recht vor, die Buchung zu stornieren und den Raum anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Falls ein Nutzer oder eine Gruppe einen Arbeitsbereich vor dem Ablauf der Buchung endgültig verlässt, muss dies den Mitarbeitern am Schalter im Erdgeschoss des Lesesaals gemeldet werden.

Der Nutzer, der den Raum gebucht hat, ist während der gesamten Dauer der Buchung für die Ordnung im Raum verantwortlich. Er achtet auf ein angemessenes Verhalten und den sorgsamen Umgang mit der ihm zur Verfügung gestellten Ausrüstung.

Die BnL behält sich das Recht vor, die Räume während der Nutzung durch einen Mitarbeiter der BnL oder des von der BnL beauftragten Sicherheitsdienstes überprüfen zu lassen.

1.4. Eltern-Kind-Raum

Im dritten Stock gibt es einen Eltern-Kind-Raum, der Nutzern mit Kindern kurzfristig die Recherche und das Arbeiten in der BnL ermöglicht. Die Eltern oder Begleitpersonen sind für das Verhalten ihrer Kinder, deren Sicherheit und die Aufsicht über die Kinder beim Aufenthalt in den Räumlichkeiten der BnL verantwortlich.

2. AUSLEIHE UND NUTZUNG VOR ORT

2.1. Allgemeine Bestimmungen

Für die Nutzung von Dokumenten aus dem Freihandbestand im Lesesaal ist kein Leseausweis erforderlich. Die Nutzer werden gebeten, die Werke nicht selbst wieder in die Regale zurückzustellen, sondern sie auf einen der im Lesesaal bereitgestellten Wagen zu legen.

Es ist verboten, Dokumente jeglicher Art, die im Besitz der Einrichtung sind, aus den Lesebereichen zu entfernen. Davon ausgenommen sind Werke, die am Ausleihschalter oder an den Ausleihterminals im Rahmen der Heimausleihe ausgeliehen wurden. Bei der Ausleihe und der Rückgabe von Dokumenten muss der Nutzer seinen persönlichen Leseausweis vorlegen. Außer in Ausnahmefällen werden keine Dokumente nach Hause geliefert.

2.2. Umgang mit den Dokumenten

Der Nutzer muss mit den ihm anvertrauten Dokumenten sorgsam umgehen. Er darf darin nichts unterstreichen und keine Anmerkungen einfügen, auch nicht mit Bleistift. Er darf außerdem keinerlei Substanzen oder Werkzeuge benutzen, die die Sammlungen beschädigen können, wie Tinte im Glas, Klebstoff, flüssige Korrekturmittel, Klebestreifen oder Haftnotizzettel zum Wiederfinden der Seiten. Er darf die Dokumente nicht zerschneiden oder verändern und keinerlei Information aus ihnen löschen. Er darf keine spitzen oder scharfen Gegenstände wie Messer, Cutter oder Scheren benutzen. Es ist außerdem untersagt, Ecken umzuknicken, die Dokumente zu markieren, sie zu falten oder zu verbiegen.

Der Nutzer muss für verursachte Schäden aufkommen. Er muss den Verlust oder den Diebstahl eines Dokuments, welches im Besitz der BnL ist oder über den internationalen Leihverkehr von einer ausländischen Bibliothek ausgeliehen wurde, unverzüglich melden. Die BnL stellt ihm einen Betrag in Rechnung, der den Kosten für die Ersetzung des Dokuments zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von 50 EUR entspricht.

2.3. Dokumente aus den Magazinen

Die Nutzung und die Heimausleihe von Dokumenten, die in Magazinen verwahrt werden, sind bei der BnL angemeldeten Personen vorbehalten. Diese können bis zu 20 Dokumente online über www.a-z.lu reservieren. Reservierte Werke können nach einer Wartezeit an den Ausleihschaltern abgeholt werden. Die Wartezeiten sind auf der BnL-Website einsehbar.

Für einen Großteil dieser Dokumente ist eine Heimausleihe unter den folgenden Bedingungen möglich:

Maximale Anzahl: 20 Dokumente (+ sieben Dokumente aus der Mediathek)

Dauer der Heimausleihe: vier Wochen

Die online reservierten Dokumente werden für eine Woche an den Ausleihschaltern hinterlegt. Nach Ablauf dieser Frist werden sie wieder ins Regal zurückgestellt.

Die Dokumente können an einem der Selbstausleihterminals oder an den Ausleihschaltern zurückgegeben werden.

Wenn Mikrofilme zur Verfügung stehen, werden die Originale nicht mehr ausgegeben. Mikrofilme können in einem dafür vorgesehenen Bereich im dritten Stock des Lesesaals angesehen werden. Luxemburgische Zeitungen und weitere von der BnL digitalisierte Dokumente werden nicht mehr in der Printversion ausgegeben und müssen online genutzt werden. Sie sind per Fernzugriff zugänglich sowie an allen Terminals, die im Lesesaal zur Verfügung stehen.

Von der Heimausleihe ausgeschlossen sind alle Werke aus Luxemburg oder dem Ausland von vor 1900 sowie die Unikate des Luxemburgischen Bestands und alle Dokumente der Sondersammlungen.

Die Heimausleihe kann zweimal verlängert werden, wenn das betreffende Dokument nicht von einem anderen Nutzer reserviert ist. Der Nutzer kann die Leihfrist über sein Leserkonto auf www.a-z.lu selbst verlängern oder sich vor dem Rückgabedatum an den Ausleihschalter wenden. Am Tag des Rückgabedatums erhält der Nutzer eine Mitteilung, in der er gebeten wird, seine Dokumente entweder zurückzugeben oder die Leihfrist zu verlängern. Die Leihfrist muss spätestens sieben Tage nach dem Rückgabedatum verlängert werden.

Nach diesem Datum führt jeder Tag, mit dem die ausgeliehenen Dokumente nicht zurückgegeben werden, zu einer Ausleihsperre von einer entsprechenden Anzahl von Tagen.

Der Nutzer hat die Möglichkeit, sich von einem anderen Nutzer ausgeliehene Dokumente reservieren zu lassen. Er kann seine Reservierungen online selbst vornehmen oder sich an den Ausleihschalter wenden. Bis zur Rückgabe des reservierten Dokuments befindet sich seine Bestellung in der Warteschlange. Ist das reservierte Dokument verfügbar, wird der Nutzer per E-Mail informiert und es wird für eine Woche am Ausleihschalter für ihn hinterlegt.

2.4. Dokumente aus der Mediathek

Die meisten Dokumente gehören zum Freihandbestand und stehen unter den folgenden Bedingungen für die Heimausleihe zur Verfügung:

Maximale Gesamtzahl: 7 Dokumente

Anzahl und Leihfrist der einzelnen Medienarten:

  • 4 Spiel- und Dokumentarfilme für eine Dauer von einer Woche
  • 3 Sprachkurse für eine Dauer von vier Wochen
  • 6 Hörbücher für eine Dauer von zwei Wochen
  • 4 luxemburgische Musik-CDs für eine Dauer von zwei Wochen.

Es ist möglich, Dokumente online auf www.a-z.lu zu reservieren. Reservierte Werke können nach einer Wartezeit am Ausleihschalter im Erdgeschoss abgeholt werden. Die Wartezeiten sind auf der BnL-Website einsehbar.

2.5. Dokumente aus den Sondersammlungen

Nutzer, die Dokumente aus den verschiedenen Sondersammlungen einsehen möchten, werden gebeten, mit der betreffenden Abteilung Kontakt aufzunehmen, um einen Termin zu vereinbaren. Nutzer, die Plakate ansehen möchten, werden gebeten, zunächst die Website www.eluxemburgensia.lu zu konsultieren, über die sie Zugang zu einer ständig wachsenden Zahl von Plakaten, die von der BnL digitalisiert wurden, haben. Für den Zugang zu gedruckten Plakaten ist mit einer Wartezeit von 10 Arbeitstagen zu rechnen.

Der Nutzer muss mit seinem gültigen Leseausweis am vereinbarten Tag zur angegebenen Uhrzeit im Rara-Lesesaal Dr. Jean-Claude Loutsch vorstellig werden. Er wird gebeten, die BnL bei Verhinderungen oder Verspätungen zu informieren. Die Öffnungszeiten des Rara-Lesesaals Dr. Jean-Claude Loutsch sind auf der BnL-Website angegeben.

Der Nutzer muss in seinem Antrag angeben, welche(s) Sondersammlung(en)/Dokument(e) er einsehen möchte. Die Einsichtnahme geschieht vor Ort. Eine Heimausleihe ist nicht möglich. Der Nutzer muss die Dokumente vorsichtig handhaben, darauf achten, dass seine Hände sauber sind, und eine eventuelle Beschädigung des Dokuments melden.

Zusätzlich zu den in Artikel 2 festgelegten Regeln für die Handhabung der Dokumente ist es außerdem untersagt:

  • sich auf die Dokumente zu stützen oder sie als Unterlage zu benutzen
  • sie auf den Boden oder auf den Schoß zu legen
  • Dokumente jedweder Art aus dem Lesebereich zu entfernen
  • Gegenstände oder Substanzen mitzubringen, welche die Dokumente beschmutzen oder beschädigen können
  • die zur Verfügung gestellten Dokumente ganz oder teilweise zu ersetzen sowie beschädigte Dokumente zu reparieren
  • bei nicht gebundenen Dokumenten die Reihenfolge der Blätter zu verändern
  • Laptops zu verwenden, die mit Scannern ausgerüstet sind
  • zur Anfertigung von Notizen sind nur Bleistifte erlaubt.

Die Einsicht in und die Nutzung gewisser Sammlungen kann untersagt oder beschränkt werden:

  • wenn die Beachtung von Urheberrechten oder von personenbezogenen Daten dies erfordert
  • wenn der Erhaltungszustand oder die Abnutzung des Materials dies erfordert
  • wenn es ein Ersatzdokument gibt (ein auf Papier oder digital veröffentlichtes Dokument, Faksimile, Mikroform)
  • wenn das betreffende Material zum Zeitpunkt der Bestellung bereits zu anderen Zwecken genutzt wird.

Kontaktdaten der Sondersammlungen:

  • Handschriftensammlung: manuscrits@bnl.etat.lu
  • Zimeliensammlung: imprimes-rares@bnl.etat.lu
  • Plakat- und Postkartensammlung: affiches@bnl.etat.lu und cartes-postales@bnl.etat.lu
  • Sammlung von Karten, Plänen, Atlanten und Ansichten: cartographie@bnl.etat.lu
  • Musikbestand/Centre d’études et de documentation musicales (Cedom): cedom@bnl.etat.lu
  • Ikonografische Sammlung: iconographie@bnl.etat.lu
  • Sammlung zur Luxemburger Bibliothekslandschaft und Buchgeschichte: histoire-bibliotheque@bnl.etat.lu
  • Ephemerasammlung: ephemera@bnl.etat.lu

2.6. Dokumente aus anderen Bibliotheken

Um Zugang zu Dokumenten zu erhalten, die im Besitz anderer Bibliotheken des Verbundes bibnet.lu sind, muss sich der Nutzer in die Partnerbibliotheken begeben (die Zugangsbedingungen der Bibliotheken sind auf www.a-z.lu verfügbar).

Um Dokumente zu erhalten, die in den Bibliotheken des Verbundes bibnet.lu nicht verfügbar sind (aber immer noch im Handel erhältlich), kann der Nutzer Erwerbungsvorschläge mit Hilfe des dazu vorgesehenen Formulars auf www.a-z.lu machen. Dokumente, die der Forschung dienen und die bestehenden Sammlungen ergänzen können, werden von der BnL im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten erworben und an interessierte Nutzer verliehen. Diejenigen Personen, die den Erwerb vorgeschlagen haben, werden benachrichtigt, sobald die Bestellungen eingetroffen sind.

Um Dokumente einzusehen, die im Großherzogtum nicht verfügbar sind, können sich Forscher an die BnL-Abteilung für den internationalen Leihverkehr wenden. Diese Abteilung beschafft Reproduktionen (Fotokopien von Zeitschriftenartikeln, Mikrofilme alter Bücher) oder vermittelt die Ausleihe von Dokumenten (vergriffene Werke, nicht mehr erhältliche Dissertationen, Mikrofilme von Zeitungen). Die Anträge müssen über www.a-z.lu eingereicht werden, indem das entsprechende Formular ausgefüllt wird. Das Büro der Abteilung für den internationalen Leihverkehr ist bei der bibliografischen Recherche behilflich.

3. NUTZUNG DES INTERNETS UND DER HILFSMITTEL ZUR DOKUMENTENSUCHE

3.1. Internetnutzung in der BnL über das Festnetz oder WLAN

Die BnL bietet Inhabern eines Leseausweises kostenlosen Zugang zum Internet. Es ist streng verboten, die von der BnL zur Verfügung gestellten IT-Tools neu zu konfigurieren oder dies zu versuchen. Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Nutzung der ihm zur Verfügung gestellten IT-Mittel.

Der Nutzer darf keine Daten, Dokumente, Bilder, Videos oder andere Dateien mit Hilfe der staatlichen IT-Mittel hochladen, herunterladen, speichern, veröffentlichen, verbreiten oder verteilen,

  • deren Inhalte gewalttätig, pornografisch, pädophil, rassistisch oder nationalsozialistisch sind, gegen die guten Sitten verstoßen, die Achtung der Menschenwürde oder den Schutz Minderjähriger beeinträchtigen können
  • deren Inhalte verleumderisch und allgemein rechtswidrig sind
  • die staatliche Ressourcen und insbesondere die Integrität und die Erhaltung von staatlichen Informationen beeinträchtigen
  • die das Ansehen des Staates im In- oder Ausland schädigen.

Der Nutzer darf keine im Internet angebotenen Dienste, die diese Themen zum Inhalt haben, nutzen.

Der Nutzer darf die staatlichen IT-Mittel nicht zu Zwecken der Belästigung, der Bedrohung oder Beleidigung und ganz allgemein nicht zur Verletzung geltenden Rechts nutzen.

Der Nutzer muss sich an die geltende Gesetzgebung über das geistige Eigentum und die Urheberrechte halten. Er darf daher ohne die erforderlichen Genehmigungen keine Dateien hochladen, herunterladen, speichern oder übertragen, die Daten enthalten, welche durch diese Gesetzgebung geschützt werden.

Der Nutzer darf nicht wissentlich Dateien hochladen, herunterladen oder übertragen, die Viren oder verfälschte Daten enthalten. Er muss die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um im Rahmen des Möglichen eine unbeabsichtigte Verbreitung solcher Dateien von seinem Computer aus zu verhindern.

Der Nutzer darf keine falschen Angaben zur Quelle der in einer Datei enthaltenen Daten machen.

Der Nutzer darf keine Massen- oder Kettenmitteilungen (individuell erhaltene Nachrichten, die an alle Kontakte versandt wurden mit der Aufforderung, sie ebenfalls an alle Kontakte zu versenden) versenden, wenn dies nicht durch berufliche Zwecke gerechtfertigt ist.

Der Nutzer muss die staatlichen IT-Mittel so nutzen, dass er anderen Nutzern den Zugang zu ihnen nicht erschwert.

Einige der oben genannten Tätigkeiten können Straftaten darstellen.

3.2. Die Suchmaschine a-z.lu und das Portal eluxemburgensia.lu

Die Websites www.a-z.lu und www.eluxemburgensia.lu sind aus der Ferne zugänglich. Aus Gründen des Urheberrechts werden einige Dokumente des Portals eluxemburgensia, wie Postkarten und Poster, nur innerhalb der BnL in korrekter Größe angezeigt.

3.3. Konsultation der digitalen Bibliothek über a-z.lu

Inhaber eines Leseausweises der BnL oder der Universitätsbibliothek können von jedem mit dem Internet verbundenen Computer aus auf die meisten zur Nutzung freigegebenen digitalen Ressourcen zugreifen. Bestimmte Ressourcen sind nur innerhalb der BnL oder der Bibliothek der Universität Luxemburg zugänglich.

Die Nutzung elektronischer Ressourcen unterliegt der luxemburgischen Gesetzgebung über die Urheberrechte sowie der vorliegenden Benutzungsordnung. Sofern nicht anders angegeben, dürfen die Inhalte nur zu privaten Zwecken, zu Ausbildungszwecken oder zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden. Das systematische Herunterladen und/oder die Weitergabe von Inhalten an nicht befugte Dritte sind verboten.

3.4. Konsultation der Website webarchive.lu

Die von der BnL auf www.webarchive.lu archivierten Websites können nur an den Terminals im BnL-Lesesaal eingesehen werden.

4. DOKUMENTE KOPIEREN UND SCANNEN

Die BnL stellt den Besuchern Kopierer und Scanner zur Verfügung. Nachdem ein Guthaben auf den Leseausweis geladen wurde, können Kopien angefertigt und Seiten digitalisiert werden. Diese Kopien und Digitalisierungen dürfen nicht das ganze Werk umfassen. Sofern nicht anders angegeben, dürfen sie nur zu privaten Zwecken, Ausbildungszwecken oder wissenschaftlichen Zwecken im Rahmen der geltenden Gesetzgebung genutzt werden.

Sofern nicht anders angegeben, dürfen die reproduzierten Dokumente nur in dem vom geänderten Gesetz vom 18. April 2001 über die Urheberrechte, verwandten Schutzrechte und die Datenbanken vorgesehenen Rahmen benutzt werden. Gewisse Ausnahmen gelten insbesondere für die Nutzung zu Ausbildungszwecken oder wissenschaftlichen Zwecken.

Bei jeder Veröffentlichung einer Reproduktion eines Dokuments, welches im Besitz der BnL ist, muss seine Herkunft, d. h. „Bibliothèque nationale du Luxembourg“, gefolgt vom Namen der Abteilung, aus der die betreffenden Dokumente stammen, sowie der entsprechenden Signatur angegeben werden. Die Angaben zur Publikation müssen der BnL mitgeteilt und ein Belegexemplar eingereicht werden.

5. PERSONENBEZOGENE DATEN

Die Anmeldung bei der BnL setzt die Bereitstellung der folgenden Informationen und Nachweise voraus: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Kopie eines Ausweisdokuments. Die BnL behält sich das Recht vor, die Vorlage eines Wohnsitznachweises und/oder eines Nachweises über die Immatrikulation an einer vom Staat Luxemburg anerkannten Hochschule zu verlangen.

Diese Informationen (die „personenbezogenen Daten“) sind für die Registrierung der Anmeldung und die Einrichtung eines persönlichen Leserkontos erforderlich. Ein Ausdruck des Anmeldeformulars wird im Archiv der BnL aufbewahrt. Ohne Verlängerung beträgt die Dauer der BnL-Mitgliedschaft zwei Jahre. 24 Monate nach dem Ablauf aller Mitgliedschaften bei den Bibliotheken des Verbundes bibnet.lu werden die personenbezogenen Daten automatisch gelöscht. Der Ausleihverlauf wird in anonymisierter Form für die von der Bibliothek zu erstellenden Statistiken gespeichert. Die personenbezogenen Daten werden im „gemeinsamen Leserverzeichnis“ des integrierten Verwaltungssystems des Verbundes der luxemburgischen Bibliotheken bibnet.lu, welches die Mitgliedsbibliotheken des Verbundes gemeinsam nutzen, gespeichert. Die Liste der Mitgliedsbibliotheken kann auf www.bibnet.lu eingesehen werden.

Der Benutzername und das Passwort gelten für alle Bibliotheken des Verbundes bibnet.lu, bei denen der Nutzer angemeldet ist oder sich anmelden kann. Die personenbezogenen Daten können von einer begrenzten Anzahl befugter und geschulter Personen zu den im Folgenden genannten Zwecken verarbeitet werden.

Personenbezogene Daten werden erhoben und verarbeitet im Hinblick auf:

  • die Anmeldung bei der BnL und die Aktualisierung der Daten des Leserkontos
  • Reservierungen für die Ausleihe und Nutzung von Dokumenten vor Ort sowie für die Vervielfältigung von Dokumenten
  • Bestellungen über die internationale Fernleihe
  • die Kontaktaufnahme mit dem Nutzer bezüglich Reservierungen, Mahnungen und Säumnisgebühren
  • die Nutzung der von der BnL bereitgestellten IT-Tools
  • den Zugang zu den von der BnL bereitgestellten Online-Ressourcen und deren Nutzung
  • die Erstellung von anonymisierten Statistiken zur Verbesserung der von der BnL angebotenen Dienstleistungen
  • die Aufdeckung von Betrug und Missbrauch bei der Nutzung der digitalen Ressourcen, die dem Nutzer von der BnL zur Verfügung gestellt werden
  • die Bearbeitung von Anträgen durch die BnL, welche die Auskunft über personenbezogene Daten, ihre Berichtigung und den Widerspruch gegen ihre Verarbeitung sowie weitere Rechte in Bezug auf diese Daten betreffen
  • das Abonnement des BnL-Newsletters, der mit Hilfe des beauftragten Unternehmens Mailjet, Paris, verwaltet wird.

Der Direktor der BnL untersteht dem für Kultur zuständigen Minister und ist, gemeinsam mit den weiteren Bibliotheken des Verbundes bibnet.lu, für die Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (EU) vom 27. April 2016 (2016/679) verantwortlich.

Der Nutzer hat Anspruch auf Auskunft über seine personenbezogenen Daten und auf Berichtigung dieser Daten. Jede Änderung seiner personenbezogenen Daten kann direkt am Empfang der BnL oder online über das Leserkonto auf der Website www.a-z.lu vorgenommen werden.

Der Nutzer hat das Recht, den Newsletter über einen in jeder E-Mail vorhandenen Link oder durch Kontaktaufnahme mit der BnL abzubestellen. Die E-Mail-Adresse des Nutzers wird nur für den Zeitraum seiner Anmeldung gespeichert.

Der Nutzer hat außerdem das Recht, seine Zustimmung zur Speicherung seiner Daten im gemeinsamen Leserverzeichnis des Bibliotheksverbundes bibnet.lu zurückzuziehen, der Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten zu widersprechen, ihre Löschung oder ihre Einschränkung sowie ihre Übertragbarkeit zu beantragen.

Im Fall eines Verstoßes gegen die geltenden Datenschutzvorschriften hat der Nutzer auch die Möglichkeit, bei einer Aufsichtsbehörde wie der Nationalen Datenschutzkommission (Commission nationale pour la protection des données, CNPD) eine Beschwerde einzureichen.

In bestimmten, von der Verordnung (EU) 2016/679 vorgesehenen Fällen kann die BnL die Inanspruchnahme dieser Rechte ablehnen. Nach der Löschung seiner personenbezogenen Daten sind die Ausleihe von Medien und die Nutzung der IT-Dienstleistungen der BnL durch den Nutzer nicht mehr möglich.

Für weitere Informationen zu seinen Rechten und deren Ausübung kann sich der Nutzer unter der Adresse dpo@bnl.etat.lu oder unter der folgenden Postanschrift an die BnL wenden:

Bibliothèque nationale du Luxembourg

Délégué à la protection des données

37D, avenue John F. Kennedy

L-1855 Luxembourg

6. HINWEIS

Die BnL behält sich das Recht vor, die vorliegende Benutzungsordnung jederzeit ganz oder teilweise zu ändern. Die aktuell gültige Version der Benutzungsordnung steht auf der BnL-Website zur Verfügung.

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